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Die Trebel gehört mit einer Länge von rund 70 Kilometern zu den größeren Flüssen Vorpommerns. Auch diese Bezeichnung ist slawischen Ursprungs und bedeutet soviel wie "Fluss durch Rodeland". Die Trebel entspringt südöstlich von Grimmen, nimmt zunächst eine westliche Fließ- richtung bis zur Stadt Tribsees und mündet bei Demmin in die Peene. Der Flusslauf ist begleitet von etwa 1 km breiten sumpfigen und moorigen Niederungen, die sowohl für Botaniker als auch Zoologen manch Interessantes bieten. So befindet sich hier der einzige Standort der Himmels- leiter auf dem Gebiet der neuen Bundesländer. Und mit etwas Glück kann man
die sehr seltene Kreuzotter in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten.
Das Trebeltal war seit 1236 die schwer passierbare Landesgren- ze zwischen Pommern und Mecklenburg, die nur wenige Übergänge hatte. Zu beiden Seiten des Flusses standen mittelalterliche Burgen.
Eine davon war die Burg bei Nehringen, von der noch heute der imposante Burgturm kündet. In der Nähe des Dorfes befindet sich eine historische Klappbrücke über die Trebel, die einst vom Königlichen Baurat Westphal aus Stralsund projektiert, von meck- lenburgischer und pommerscher Seite gemeinsam finanziert und Mitte Juni 1911 für den Verkehr
Brücke Nehringen freigegeben wurde. Eine umfassende Sanierung erfolgte im Jahr 2011 zum 100. Brückenjubiläum. Die Geschichte der Brücke geht wohl bis in das frühe 16. Jahrhundert zurück. Erstmalig urkundlich nachweisbar ist im Jahre 1504 eine "von Degener Bugenhagen bei seinem Gute Nehring gebaute Brücke über die Trebel".
 
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