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Das Dorf Stolpe, in der Nähe Anklams, wurde erstmals 1136
im Zusammenhang mit der Ermordung des pommerschen
Herzogs Wartislaw I. urkundlich erwähnt. Landschaftlich
recht reizvoll am mittleren Lauf der Peene gelegen, ist es
zu jeder Jahreszeit ein Geheimtipp. Hier können Sie die
Ruhe fast greifen. Von der B110 kommend fahren Sie durch
den Ort direkt auf die Peene zu. Dort lädt der alte Fährkrug zur
gemütlichen Einkehr. Und mit der handbetriebenen Personen-
fähre können Sie ans andere Ufer übersetzen. Wer Lust auf eine
romantische Paddeltour auf der Peene hat, kann am nahe gelegenen
Wasserwanderrastplatz ein Boot ausleihen. Doch nicht nur Wasser-
sportfreunde und Naturliebhaber kommen in Stolpe auf ihre Kosten. Der Ort hat auch historisch einiges zu bieten. Der Fährmann und die Fremdenführerin, leicht erkennbar an ihren historischen Trachten, können Ihnen vielerlei Geschichten und Geschichtliches erzählen. Besonders interessant ist Stolpe, weil von hier maßgeblich die Christianisierung Pommerns ausging. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war der mecklenburgische Heimatdichter Fritz Reuter häufiger in Stolpe zu Gast. Er verarbeitete seine Zeit in Stolpe in der "Urgeschicht von Meckelnborg". Dem Inspektor Knitschky und der Gutsmamsell Caroline Neukirch setzte er in diesem Werk ein literarisches Denkmal. An sie erinnern noch heute gusseiserne Grabkreuze auf dem Stolper Friedhof.
Auskunft erhalten Sie im "Dörphus" bei Frau Gehrke oder der Gemeinde Stolpe
unter: 039721 56294, Handy: 0170 6649954
Die Personenfähre
Personenfähre Stolpe Die Personenfähre über die Peene befördert während der Sommermonate Fußgänger und Radfahrer, die in Ruhe die Landschaft südlich und nördlich des Flusses genießen möchten. Übersetzen kann man mit dem historisch gekleideten Fährmann, der die Fähre an einer Kurbel und Kette zum anderen Ufer zieht.
Die Klosterruine Stolpe
Das Kloster Stolpe wurde 1153 durch Herzog Ratibor I. und Bischof Adalbert von Pommern gegründet. Es gilt als das erste seiner Art in Vorpommern. Leider wurde das Benediktinerkloster während des 30-jährigen Krieges zerstört. Die sehenswerten Reste der Klosterkirche werden heute durch ein futuristisch anmutendes Schutzdach überspannt.

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