Thema:    » Mündungsgebiet der Peene   » Seite: 66

    
 
Nördlich der alten pommerschen Herzogsstadt Wolgast prägt der Ackerbau das Bild. Zwischen Peenestrom und Ziese gelegene Grundmoränenplatten schieben sich mit flachwelligem Relief bis nahe an den Peenestrom heran. Dort wo die Lehmplatten zum Wasser hin abfallen, finden sich ehemalige Binnenkliffs, frühere Abbruchkanten, die heute oft von kleinen Wäldchen aus Erlen, Eschen und Ahorn bestanden werden. Die Gustav-Adolf-Schlucht ist dafür ein Beispiel, nördlich der Spitzenhörner Bucht. In der Feldmark liegen einzelne Gehöfte, wie der Weide- und der Sandhof, wohl im 19. Jahrhundert während der Separierung der Dorfgemarkungen entstanden. Andere kleine Dörfer sind als Gutsbetriebe angelegt worden, wie etwa Karrin oder Hollendorf, wo die alte Struktur noch zu sehen ist. Diese Landschaft, am Rande des Naturparkes gelegen, lässt deutlich erkennen, wie gesellschaftliche Epochen unsere Kulturlandschaft prägen. So sind die hier zu findenden großen Ackerschläge oft schon aus den Strukturen der landwirtschaftlichen Güter des 19. Jahrhunderts hervorgegangen. Aber auch diese Landschaft bot noch vielen Tieren und Pflanzen Lebensraum. Erst die übermäßige Intensivierung nach 1960 ließ diese Landschaft zur Agrarsteppe werden. Heute wird mit großem Aufwand versucht, eine früher häufige Art der Feldflur, wie das Rebhuhn, wieder anzusiedeln. Andere Vogelarten, wie die Großtrappe, die noch bis zum 1. Weltkrieg hier vorkam, sind für immer verschwunden.

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