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Das Tonnenabschlagen hat an der mecklenburg-vorpommer- schen Küste eine lange Tradition. Die Entstehung des Brauches soll bis in die Schwedenzeit zurückreichen, als die Bauern und Fischer großen Repressalien durch den schwedischen Hof ausgesetzt waren. So hatten sie das Zehnte vom Fischfang abzuliefern. Die Befreiung von dieser Unge- rechtigkeit wurde mit einem fröhlichen Fest begangen, auf dem das Zerschlagen der Tonne einen besonderen Jubel auslöste. Vor allem in den Orten auf Fischland-Darß, aber auch in Gristow bei Greifswald wird dieser alte Brauch bis heute in den Sommermonaten in Ehren gehalten.
Das Abschlagen der Tonne ist ein Fest für Einheimische und Urlauber, die in Scharen zu diesem Spektakel kommen. Denn der reiterliche Wettstreit liefert Teilnehmern wie Zuschau- ern unterhaltsame Spannung. Die besten Reiter des Dorfes satteln ihre Pferde und konkur- rierten um die Königswürden.
Zunächst wird ein mit Bändern und Eichenlaub verziertes Holzfass, das früher zum Ein- legen der Salzheringe benutzt wurde, hoch aufgehängt.
Tonnenreiter Die Tonnenbrüder und zuneh- mend auch Tonnenschwestern schlagen abwechselnd aus vollem Galopp mit einem schweren Hartholzknüppel (ein Schlag pro Vorbeiritt) auf das Fass ein, um es zu zerschla- gen. Dabei werden verschie- dene Würdenträger ermittelt: Sandkönig wird, wer zuerst vom Pferd fällt. Bodenkönig, wer den Fass-
boden "entfernt" und Tonnen- könig, wer den letzten Holzsplitter vom Haken holt. In einigen Orten wird auch ein Stäbenkönig gekürt, der das letzte gewölbte Seiten- brett des Fasses entfernt. Für die Zuschauer ist das Fest ein großer Spaß. Je nach Qualität des Fasses kann der Wettkampf zu Pferde schon mal mehrere Stunden dauern. Am Abend wird zünftig zum Tanz aufgespielt und der neue Tonnenkönig feuchtfröh- lich gefeiert.
Ein beeindruckendes Volksfest!
 
Der Naturerlebnispark Gristow in der Gemeinde Mesekenhagen mit seiner reichen Flora und Fauna bietet auf ca. 70 ha Erholung, Naturerlebnisse, span-
nende Abenteuer und Naturbildung. Für Kinder ist der Park ein regelrechtes Paradies. Es gibt natürlich Spielplätze, eine Taststrecke, ein Labyrinth, eine Trimmstrecke und ein Streichelgehege. Gerne werden die Lütten auch zu einem Indianer oder Jäger in den eigens für sie angelegten Weidentipis. Auf neun Kilometern kann man durch verschiedene
naturbelassene Biotope wandern. Naturlehrpfade, ein Bauerngarten und eine Streuobstwiese ver- mitteln Umweltwissen. Darüber hinaus erwarten ein Verkehrs- garten und natürlich viele Tiere die Besucher. Schafe, Ziegen, Rinder, Esel, Pferde bis hin zu Steppen-Hochlandrindern sowie Damwild sind hier zu beobachten. Aber auch Kleintiere erobern täglich die Herzen der Besucher.
Unser Jugendcamp bietet Übernachtungsmöglichkeiten im Zelt mit Lagerfeuerplatz und Grillgelegenheit.
nep-gristow@t-online.de
www.nep-gristow.de


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