Thema: » Das Peenetal

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Der im Jahr 1997 gegründete Naturpark umfasst im Norden den Kummerower See und das Peenetal bis Demmin. Die eigentliche Mecklenbur- gische Schweiz befindet sich im Zentrum des Naturparks. Sie besteht aus Hügelketten mit mehr als 100 Metern Höhe, sogenannten Stauch- moränen, und ebenfalls während der Eiszeit geformten Niederungen. Hier liegen die beiden großen Gewässer der Region: der Malchiner und der Kummerower See. Die Mek- klenburgische Schweiz gilt als typische Kulturlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern.Die landwirtschaftlichen Flächen sind durch Feldgehölze, Sölle, Hecken und jahrhunderte alte Einzelbäume stark gegliedert. An Hanglagen treten Halb- trockenrasen auf. Die Peene und ihre Zuflüsse, Torfstiche, Talmoore, Bäche und Sölle bilden ein dichtes Netz von Feuchtgebieten. Im Süden reicht der Naturpark bis in die Hauptendmoräne - ein eben- falls sehr abwechslungsrei- ches Gebiet mit Höhen bis zu 128 Metern. Der Kummerower wie auch der Malchiner See und ihr Umland sind überre- gional bedeutende Rastgebie-
te für Zugvögel. Alljährlich rasten hier im Herbst und Frühjahr 20.000 bis 30.000 Bless- und Saatgänse, rund 1.000 Haubentaucher und 2.000 Pfeifenten sowie viele weitere Vogelarten. Im Natur-
park kommen alle drei heimischen Adlerarten vor: Schrei-, Fisch- und Seeadler. Der Schreiadler, auch Pom- mernadler genannt, brütet in
ruhigen,ungestörten Wäldern, braucht aber zur Nahrungs- suche Moore und Grünland. In den Mooren und Bruchwäldern brüten ca. 100 Kranichpaare. Der Weißstorch ist noch in vielen Dörfern anzutreffen. An den Ufern der Seen und im Peenetal ist eine reiche Vogel- welt zu beobachten.
Deshalb sind weite Teile des Naturparks Europäisches Vo- gelschutzgebiet. An der Peene sind Fischotter und Biber heimisch. Mit etwas Glück kann man diese scheuen Tiere beobachten. In einigen Torfstichen gedeihen Seero- sen, und auf Feuchtwiesen blühen seltene Orchideen. An
klimatisch begünstigten Böschungen und Hügeln treten Wärme liebende und Trockenheit ertragende Pflanzen auf. So kommen zum Beispiel in den Magerrasen am Ostufer des Kum- merower Sees Ähriger Ehrenpreis, Kartäuser-Nelke, Tauben-Skabiose und viel weitere bunt blühende Arten vor. Besonders im Frühjahr lohnt ein Besuch der Laubwälder, denn Teppiche des Buschwindröschens bedecken den Waldboden zusammen mit anderen Frühblühern. Und auch viele Parkanlagen bergen eine interessante Pflanzenwelt. Bei Burg Schlitz und im Park Blücherhof sind viele fremdländische Gehölze zu sehen. Der Park Remplin beeindruckt im Frühjahr durch die Massenvorkom-
men von Nickendem Milchstern, Kriechendem Gemswurz, Aronstab und Braunem Storchschnabel. Der Naturpark bietet Erholungssuchenden eine Fülle von Möglichkeiten. Hier kommt der Naturfreund genauso auf seine Kosten wie der historisch und kulturell interessierte Besucher.

Naturparkverwaltung
Mecklenburgische Schweiz
und Kummerower See
Wargentiner Straße 4
17139 Basedow
Tel.: 039957 29120
Fax: 039957 29122
Mail: info-msk@np.mvnet.de


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