Thema: » Das Peenetal

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Die Peene, im äußersten Nordosten Deutschlands gelegen, ist der größte Fluss Vorpommerns. Der Name stammt von dem slawischen Wort "Penie" ab, was Bach oder Fluss bedeutet. Die bis zu 30 Meter breite Peene schlängelt sich in unzähligen Windungen durch abgeschiedene Wälder, blühende Wiesen und stille Auen. Vom Kummerower See in der Mecklenburgischen Schweiz kommend fließt die Peene rund 100 Kilometer in nordöstlicher Richtung und mündet bei Anklam fächerartig in den Peenestrom, den westlichen Arm des Oderdeltas. Vorbei an Wolgast und der Insel Usedom erreicht der Peenestrom dann bei Peenemünde die Ostsee. Auf ihrem Weg zur Ostsee hat die Peene lediglich ein Gefälle von 30 Zentimetern, fließt also sehr träge. Ungewöhnlich: Bei kräftigen Ostwinden oder Ostsee-Hochwasser kommt es oft zum Rückstau oder Rückströmungserscheinungen von salz-
haltigem Wasser in die Peene. Die Landschaft, durch die die Peene fließt, entstand während der letzten Phase der Weichsel-Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren. Mit zunehmender Erwärmung zogen sich damals die Eismassen Sück für Stück nach Norden zurück. Immer wieder kam es jedoch zu kürzeren Kältephasen, in denen die Gletscher erneut nach Süden vordrangen und längere Zeit verharrten. Durch das allmähliche Abtauen der Gletscher wurden riesige Wassermassen frei, die sich langsam tief in die Lehmplatten der Grundmoränenlandschaft einschneiden konnten. Damit entstand das Peene-Flusstal.

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