Thema: » Das Peenetal

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Die trocken gelegten Moore konnten auch kein Kohlendioxid mehr aufnehmen. Im Gegenteil: Es kam zu einem immensen Ausstoß des Treibhausgases in die Atmosphäre. Um die Moore zu retten, muss ihnen wieder Wasser zugeführt werden, z.B. durch Überstauung. Mit dem 1992 gestarteten großflächigen Renaturierungsprojekt wurde das Poldersystem aufgegeben. Es begann eine kontrollierte Wiedervernässung von etwa 40 Flächen, die in den Jahrzehnten zuvor melioriert worden waren. Dadurch schafft man ein Ökosystem, das in hohem Maße wieder Torf bilden und später auch wieder große Mengen Kohlendioxid aus der Atmosphäre einlagern kann. Die Natur braucht aber Zeit, um sich zu regenerieren. In 100 bis 200 Jahren könnten wieder 20 bis 30 Zentimeter Torf gewachsen sein. Weil mit der Renaturierung zugleich die untypische Moorvegetation in eine moorspezifische Vegetation umgewandelt wird, entwickelt sich auch die Pflanzen- und Tierwelt vielversprechend positiv. Pflanzen wie die Schachblume oder der Sonnentau, eine heimische fleischfressende Pflanze, die im Peenetal längst als ausgestorben galten, haben wieder Wurzeln geschlagen. Allein 16 Libellenarten haben sich bereits eingefunden. Und große Flachwasserseen bilden neue Lebensräume für seltene Wasservögel wie Lappentaucher, Zwergralle und Uferschnepfe.

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